Gleis- und Weichenselbstbau mit Code 40 Material - Teil 2

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Nach den ersten Gehversuchen mit dem Code 40 (1 mm Profilhöhe) Material, eines eher provisorisch aufgeklebten Schwellenrostes auf einer Korkunterlage, die sich zwischenzeitlich doch erheblich verzogen hat, erfolgt nun ein stabileres ca. 50 cm langes Diorama mit einer EW 1:190, montiert auf einem Kiefernbrett aus der Resteecke.

Code 40 Testmodul

Hiermit wollte ich vor allem die einzelnen Arbeitsschritte und deren Praktikabilität ausprobieren und Tests am späteren Weichenantrieb vornehmen, über den ich mir noch nicht ganz schlüssig bin. Ziel ist ein motorischer Antrieb, der ein vorbildlich langsames und dem Klammerspitzenverschluß ähnliches bewegen der Zungen (erst eine Zunge anlegen, dann die andere nachdrücken) mit gleichzeitigem stellen der Weichenlaterne ermöglicht. Dazu aber später mehr.

Schwellen-Setzkasten
Schwellen-Setzkasten

Als erster Schritt wurde die Papierschablone des Schwellen- bzw. Weichenrostes, nach dem anzeichnen der Gleisachse, mit Sprühkleber auf das Brett geklebt. Darauf ein Streifen doppelseitiges Klebeband und anschließend die bereits abgelängten Schwellen geklebt. Jede 4. Schwelle besteht dabei aus Pertinaxstreifen um das Gleisprofil später auflöten zu können. Für die Weichenschwellen habe ich mir eine Art Setzkasten, für die unterschiedlich langen Schwellen, gebaut, um beim zusägen der Schwellen gleich eine entsprechend große Anzahl der benötigten Teile herstellen zu können.

Größenvergleich Code 40 - Tilligprofil
Größenvergleich Code 40 - Tilligprofil

Nachdem die Vorarbeiten relativ zeitaufwendig waren, geht das eigentliche aufkleben recht zügig von der Hand und hinterläßt schon einen ziemlich guten Eindruck. Probehalber habe ich mal zwei Profile aufgelegt. Ein Vergleich mit einer handelsüblichen Tillig Weiche (2,1 mm Profilhöhe) macht den Unterschied glaube ich ziemlich gut deutlich.

Weichenrost
Weichenrost

Im nächsten Schritt müssen nun die Pertinax-Schwellen eine Trennung der Kupferschicht erhalten, um einen Kurzschluss zu vermeiden. Dabei sollte man sorgfältig vorgehen, da eine spätere Fehlersuche nach dem verspachteln und lackieren der Schwellen zur Sisyphusarbeit werden kann. Eine kleine Stellprobe darf natürlich nicht fehlen (motiviert ungemein zum weitermachen).

Sind die Trennschnitte der Pertinaxstreifen verspachtelt und getrocknet werden sie noch einmal geschliffen und erhalten anschließend mit der Reißnadel eine Holzstruktur eingraviert. Unbehandelt fielen sie mir gegenüber den Echtholzschwellen zu sehr auf. Danach erhält das Ganze einen Anstrich mit Humbrol Schwellenfarbe (Farbnummer 173). Ist die Farbe getrocknet werden die Pertinaxschwellen im Gleisbereich wieder blank geschliffen. Dies erfolgt entweder mit einem kleinen Schraubenzieher oder feinem Schleifpapier. Alternativ kann man die Stellen auch beim Lackieren schon blank lassen.

Nun kann mit dem Zuschneiden / Befeilen und anschließendem auflöten der Profile begonnen werden.

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