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FREMO TT-ModulnormDiese Norm beschreibt, welchen Aufbau Module haben müssen, damit sie bei Treffen des FREMO önnen.
Diese Norm entspricht weitestgehend der Modulnorm des Freundeskreises TT-Module, die sich ihrerseits wieder aus den Normen des AKTT und den Joschidule-Normen entwickelt hat.
Ein Ziel der Norm ist es, optisch ansprechende Modularrangements gestalten zu können. Dem dienen zum einen aneinanderpassende Modulübergänge und zum anderen großzügige Radien.
Ein weiteres Ziel ist es, eine hohe Kompatibilität zu den existierenden Normen sicherzustellen, um zum einen die Möglichkeit gemeinsamer Arrangements offenzuhalten und zum anderen den Modulbauern die Möglichkeit zu geben, ihre Module an die genannten Normen anzupassen und trotzdem auf FREMO-Treffen einsetzen zu können.
Der erste Teil dieser Norm beschreibt die technischen Notwendigkeiten, nach denen ein Modul aufgebaut sein muß, um mit anderen Modulen dieser Norm verbunden werden zu können und den Betrieb mit allen für den Einsatz auf Modultreffen vorgesehenen Fahrzeugen sicherzustellen.
Zur elektrischen Verbindung der Module untereinander werden 4 mm-Laborstecker (auch Bananen- oder Büschelstecker genannt) bzw. -kupplungen benutzt. Dabei ist für jedes Gleis ein Stecker-Kupplungspaar zu verwenden. Die Leitung, die mit der in Blickrichtung von Modulmitte zum Kopfstück rechten Schiene verbunden ist, erhält einen Stecker, die für die andere eine Kupplung. Die Leitungen müssen an der Kopfstückmitte mindestens 20 cm über die Modulunterkante hinausragen.

Abbildung 1: Verkabelung eines Moduls
Bei mehrgleisigen Modulen müssen alle Leitungen für jedes Gleis vorhanden sein. Die Leitungen sind ßeine eindeutige Zuordnung zum zugehörigen Gleis möglich ist.
Bei Trennstellen sind immer beide Schienen eines Gleises zu trennen.
Zur Steuerung der Fahrzeuge wird das beim FREMO übliche System mit NMRA-DCC und Loconet verwendet. Deshalb müssen alle Gleisabschnitte eines Moduls elektrisch untereinander verbunden oder mit Hilfe einer entsprechenden Schaltung verbindbar sein. Auf mehrgleisigen Modulen dürfen jedoch die einzelnen Gleise nicht elektrisch miteinander verbunden sein, um eine voneinander unabhängige Schaltung zu ermöglichen.
Für die Leitungen von Modul zu Modul sowie die Durchleitung des Fahrstroms zwischen den Modulverbindungsleitungen über das gesamte Modul ist ein Querschnitt von mindestens 1,5 mm² als durchgängige Verkabelung vorhanden sein und darf nicht über die Gleise erfolgen.
Sämtliches Zubehör ist über dezentrale Spannungsquellen zu versorgen, um das Parallelschliessen von Spannungsquellen zu vermeiden, d.h. zwischen Modulen mit eigener Zubehörspannungsversorgung darf es keine Verbindung geben.
Es sind die im Modellbahnbereich üblichen Obergrenzen für Spannungs- und Leistungswerte einzuhalten. (VDE-Richtlinien für Schutzkleinspannungen)
Werden Module mit Steuerschaltungen ausgerüstet, so ist sicherzustellen, daß die Module auch unabhängig von diesen Schaltungen funktionieren, um sie uneingeschränkt in Arrangements nutzen zu können, bei denen die jeweilige Steuerung nicht verwendet wird.
Steuerschaltungen sind so zu gestalten, daß sie keine Schäden, sowohl bei ihrer Nutzung als auch im abgeschalteten Zustand, hervorrufen können.
An dieser Stelle werden nur Festlegungen getroffen, um Module mechanisch miteinander verbinden zu können.
Der Betrieb in Arrangements erfolgt mit einer Höhe der Schienenoberkante über Fußboden von 1300 mm.
Jedes Modul ab einer Länge von 500 mm muß selbständig auf eigenen Beinen stehen. Die Beine sollten um etwa +/-20 mm höhenverstellbar sein, um Fußbodenunebenheiten ausgleichen zu können.
Die Modulstirnseiten müssen senkrecht stehen.
Die Verbindung der Module erfolgt mit 8 mm-(Flügel)Schrauben und Flügelmuttern sowie großen Unterlegscheiben. Die Bohrungen haben einen Durchmesser von mindestens 10 mm und werden symmetrisch auf jeder Seite der Gleisachse angebracht. Bezugskanten für alle Maße sind die Schienenoberkante sowie die Gleisachse.
Folgende Bohrungspaare sind notwendig:
| Abstand in mm von | ||
|---|---|---|
| Schienenoberkante | Gleisachse | |
| 57 | 120 | (Joschidule) |
| 78 | 100 | (AKTT) |
| 148 | 190 | (AKTT, kann bei schmalen oder niedrigen Kopfstücken weggelassen werden) |

Abbildung 2: Anordnung der Bohrungen in Bezug auf die Gleisachse und die Schienenoberkante
Bei mehrgleisigen Modulen sollten alle Bohrungen für jedes Gleis vorhanden sein. Dadurch wird eine freizügige Verbindung von Modulen mit unterschiedlicher Gleiszahl ermöglicht. Abweichend davon ist es zulässig, bei mehrgleisigen Modulübergängen die inneren Bohrungen ganz oder teilweise wegzulassen.
Der Abstand zwischen den Gleismitten beträgt an Modulübergängen 34 mm.
Die Gleise stoßen in allen drei Ebenen rechtwinklig auf das Kopfprofil.
Es ist solches Gleismaterial zu wählen, das den Einsatz von Fahrzeugen nach NEM erlaubt. Die Profilhöhe sollte 2,1mm (etwa Code 80) nicht überschreiten.
Die Mindestgleisabstände nach NEM sind einzuhalten.
Dem Modulgedanken ist innewohnend, großzügig zu bauen. Deshalb ist bei Gleisbögen die Verwendung vorbildgetreuer Radien anzustreben. Beim Vorbild ist der Mindestradius für Normalspurbahnen auf 180 m, entsprechend 1500 mm im Maßstab 1:120, und in durchgehenden Hauptgleisen auf 300 m, entsprechend 2500 mm im Maßstab 1:120, festgelegt. Der Mindestradius für Module nach dieser Norm beträgt für die freie Strecke bei eingleisigen Modulen 1000 mm und bei zweigleisigen Modulen 2500mm sowie für die Gleise von Betriebsstellen 700 mm (Verkehr von Fahrzeugen mit Zurüstteilen). Die Verwendung der Tillig EW2 (631 mm) ist ausnahmsweise zulässig. Diese Mindestradien gelten nicht für
maßstabsgerechte Nachbauten, wenn das Vorbild geringere Radien aufweist.
Auf einem Modul sollte jedes Gleis mindestens 80 mm von einer Modulkante entfernt sein, um Fahrzeugabstürzen z.B. durch Entgleisungen vorzubeugen. Wo dies nicht möglich ist, muß der Modulrand mit einer mindestens 50 mm hohen Sicherheitsleiste versehen werden. Gleiches gilt, wenn auf Grund des Modulaufbaues die Gefahr von Fahrzeugabstürzen besteht (z.B. Hangmodule). Gleisabschlüsse sind so stabil zu gestalten, daß Fahrzeuge nicht darüber hinaus fahren können. Module, die trotz nicht geschlossener Landschaftsdecke in ein Arrangement integriert werden sollen, müssen mit einer
Abdeckung versehen werden, die das Herunterfallen von Fahrzeugen wirksam verhindert.
Die Schienenprofile müssen an den Modulenden etwa 0,2 mm kürzer sein als das Endprofil, um zu vermeiden, daß die Schienen beim Auf- oder Abbau abgerissen werden oder ungewollte elektrische Fahrstromverbindungen entstehen. Es werden keine Schienenverbinder eingesetzt.
Jedes Modul muß an einsehbarer Stelle eine Kennzeichnung mit der Modulbezeichnung sowie Namen und Anschrift des Eigentümers erhalten.
Desweiteren ist für jedes Modul in geeigneter Weise eine Modulbeschreibung mit den für eine Arrangementplanung nötigen Maßen und den betrieblichen Besonderheiten zu erstellen.
Dieser Teil enthält Festlegungen, um optisch ansprechende Arrangements gestalten zu können.
Genormte Kopfprofile haben die Aufgabe, Modulübergänge optisch "verschwinden" zu lassen, damit die Illusion einer durchgehenden Landschaft entsteht. Module nach der vorliegenden Norm sollten unbedingt so gestaltet werden, daß dieser Effekt unterstützt wird.
Um jedoch eine abwechslungsreiche Modullandschaft aufbauen zu können sowie wegen der Kompatibilität zu den Joschidulenormen und den Normen des AKTT, gibt es verschiedene Kopfprofile, die im Anhang definiert sind.
Module bzw. Modulgruppen mit nicht normgerechten Kopfprofilen (z.B. Module nach konkretem Vorbild oder Profile nach persönlichen Vorstellungen) sind natürlich möglich, für den Einsatz in optisch anspruchsvollen Arrangements sind jedoch Übergangsmodule zu (einem) normgerechte(n) Kopfprofil(en) zu bauen und derartige Modulgruppen nur zusammen in solchen Arrangements einzuplanen.
Die Modulkästen sollten außen mit einem dunklen Anstrich (z.B. lehmbraun RAL8003 oder laubgrün RAL6002) versehen werden.
Über eine angemessene Länge vom Modulübergang hat sich die landschaftlich-farbliche Gestaltung an einer Sommerlandschaft orientieren. Der Übergang zu einer anderen Gestaltung darf nicht abrupt sein, sondern hat fliessend zu erfolgen.
Module sollten so gestaltet werden, daß sie in den Epochen 3 und 4 der DR bzw. DB einsetzbar sind.
Gleise, die ganze Züge aufnehmen sollen, müssen eine Mindestnutzlänge von 2000 mm haben. Die Mindestbahnsteiglänge beträgt 1000 mm. Diese Mindestlängen gelten nicht für maßstabsgerechte Nachbauten, wenn das Vorbild geringere Längen aufweist.
Es können alle NEM-gerechten Fahrzeuge mit einem kleinsten befahrbaren Gleisradius von 700 mm eingesetzt werden.
Die Fahrzeuge haben der NMRA-DCC-Norm zu entsprechen. Multiprotokolldecoder sollten, sofern möglich, explizit auf das DCC-Protokoll festgelegt und die automatische Protokoll- sowie die Analogbetrieberkennung abgeschaltet werden.

(alle Maße in mm)

(alle Maße in mm)
Weitere Profile (Zeichnungen folgen noch): Hangprofil, Einschnitt, Damm, jeweils ein- und zweigleisig
Hinweis: Auf Grund der gegenwärtig noch recht geringen Anzahl vorhandener Module, wird zwecks sinnvoller Arrangementgestaltung vorerst empfohlen, Flachprofil-Kopfstücke zu verwenden. Erbauer von Modulen mit anderen Kopfstücken werden dringend gebeten, mindestens auch zwei Übergangsmodule zum Flachprofil zu bauen, um bei Bedarf eine Modulgruppe mit Flachprofil-Anschlüssen bilden zu können.